Was sind "Valuebets" ("wertvolle Wetten")?

Wetten, deren selbst ermittelte Eintrittswahrscheinlichkeit größer als die vom Buchmacher durch die Quote implizierte Wahrscheinlichkeit ist, werden auch „Valuebets“ („wertvolle Wetten“) genannt. Zunächst ist hier ein Ereignis anzuschauen und selber Wahrscheinlichkeiten zu jedem Wettausgang zu erstellen (Beispiel: Rapid 60 %, Unentschieden 20 %, Salzburg 20 %). Nun vergleicht man diese Wahrscheinlichkeiten mit den durch die Quoten implizierten Wahrscheinlichkeiten der vom Buchmacher angebotenen Wette. Dazu rechnet man (100 / Quote), für obiges Beispiel im Falle von Rapid und einer Quote von 1,8 resultiert daraus (100 / 1,80) = 55,55 %. Selbst hält man einen Sieg von Rapid für 60 % wahrscheinlich, die vom Buchmacher durch die Quote implizierte Wahrscheinlichkeit beträgt allerdings nur 55 %. Wenn man mit Sportwetten über einen längeren Zeitraum hinweg Gewinne erzielen will, dürfen nur Wetten gespielt werden, deren selbst erstellte Eintrittswahrscheinlichkeit höher als jene der durch die Quote implizierte ist. Je größer der Abstand zwischen diesen beiden Wahrscheinlichkeiten, desto lohnender die Wette für den Kunden. Natürlich gilt dieser Grundsatz nur, wenn diese Einschätzungen im Mittel den tatsächlich eingetretenen Ergebnissen entsprechen. Der Spielraum für die Ermittlung solcher Wahrscheinlichkeitswerte ist natürlich sehr groß, da die Regeln der klassischen Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht ohne weiteres auf Sportereignisse angewandt werden können.

Zuletzt aktualisiert am 27.09.2012 von Admin.

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